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Segeln ist Tradition in Louisenlund – auch im Winter

Blog-Eintrag   •   Dez 10, 2020 16:30 CET

Wer an Segeln denkt, verbindet damit Sommer, zwei bis drei Windstärken, Sonne satt und einen strahlend blauen Himmel. Diese Vorstellungen machen unsere Segelgilde bei Schülerinnen und Schülern so beliebt. Doch die ambitionierten Seglerinnen und Segler trainieren auf dem Wasser noch bis in den Monat November hinein, erst dann werden die Boote abgebaut. Für die Segelgilde beginnt dann die Winterarbeit an den einzelnen Booten.

Bei unseren Kuttern legten die Gildenmitglieder die Masten, sie schlugen die Segel ab und verstauten alles an den Winterlagerplätzen. Nachdem die Arbeiten vollbracht waren, wurden die Kutter nach Borgwedel zur Schrader Marina überführt, wo sie gekrant und dann mit dem Straßenanhänger in unsere Bootshalle in Güby gebracht wurden. Und auch unsere Jollen wurden von den Seglerinnen und Seglern abgebaut: Es wurden Masten gelegt, die Boote geputzt und alles auf dem Piratenboden verstaut. Doch für unsere Schülerinnen und Schüler war damit noch lange nicht Schluss. Winter bedeutet im Segeln keineswegs Pause. Ganz im Gegenteil: Die Boote müssen für die neue Saison fit gemacht werden.

Und unsere Seglerinnen und Segler waren fleißig: Es wurde geputzt, geschliffen, repariert und auch lackiert. Anna Schweizer, Leiterin der Segelgilde, freut sich über das Engagement ihrer Gildenmitglieder: „Man könnte fast davon sprechen, dass die Schülerinnen und Schüler aktuell neben ihrer Schule ein Bootsbauerpraktikum absolvieren. Sie erlernen den handwerklichen Umgang und die Pflege ihrer Boote und übernehmen somit eine große Verantwortung den Booten gegenüber.“ Bei unseren Kuttern sind die Kutterführer hauptverantwortlich für die Boote und leiten ihre Crew so gut an, dass alles bestmöglich erledigt wird. Für die Jollen tragen die jeweiligen Teams gemeinsam die Verantwortung.

Und neben der handwerklichen Arbeit gibt es eine Vielzahl an Theorieangeboten. Jede Kohorte hat alle zwei Wochen einen Termin, um den Sportbootführerschein See zu absolvieren. Insgesamt sind rund 50 Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitende bei diesen Kursen dabei. Außerdem machen die 9. Klassen im Rahmen des Wassersportunterrichts die Theorie ihre Sportsegelscheins. Für die Kutterführer und Mitarbeitenden, die bereits einen Sportbootführerschein haben, wird ein Sportküstenschifffahrtsschein angeboten. Ab Januar wird es in den verschiedenen Trainingsgruppen weitere spannende Theorieeinheiten zum Thema „Regattasegeln“ geben. In regelmäßigen Abständen treffen sich alle Seglerinnen und Segler der einzelnen Kohorten, um gemeinsam etwas Schönes zu machen. So gibt es dann beispielsweise Kekse und Kinderpunsch und dazu einen Film oder interessanten Vortrag über die Vielfalt des Segelsports. Von der Grundschule bis zum Abschlussjahrgang – in ihren Kohorten wird das Programm der Segelgilde ausgiebig genutzt. Insgesamt sind etwa 120 Schülerinnen und Schüler dabei und erleben eine tolle Gemeinschaft.