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Louisenlund macht mit bei der Landwirtschaft der Zukunft

Blog-Eintrag -

Louisenlund macht mit bei der Landwirtschaft der Zukunft

Louisenlund baut auf ein nachhaltiges landwirtschaftliches Konzept mit Zukunft - mit ertragreicher Zukunft. Denn auf der rund zwei Hektar großen Fläche bei der Waldkapelle haben Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 8 in den vergangenen Tagen Johannisbeeren, Stachelbeeren, Taglilien, Linden, Birken, Pappeln und Kartoffeln gepflanzt. Lange sollte es dann nicht mehr dauern, bis in unseren Küchen leckere und frische Produkte aus dem eigenen Louisenlunder Anbau serviert werden sollen.

Begleitet wird das Landwirtschaftsprojekt schon seit rund zwei Jahren von Filip Singendonk, dem Nachhaltigkeitskoordinator unserer Stiftung.

Vor Ort wurden die fleißigen Schülerinnen und Schüler von Renke de Vries und Bastian Dreher angeleitet. Die beiden Experten erläuterten, welchen Nutzen die verschiedenen Pflanzen voneinander haben, wenn sie gemeinsam gepflanzt werden. „Jede Art wird in ihrer natürlichen Nische gepflanzt“, sagt Bastian Dreher. Die Flächen werden optimal besetzt, durch den engen Besatz verdunstet kaum Wasser. „Ein dynamischer Agroforst bildet ein natürliches Pflanzensystem, das auf kleinstem Raum zu gesunden Pflanzen und hohem Ertrag führt.“

Auf den ersten Blick sieht es in den Pflanzreihen etwas durcheinander aus, aber die hohe Pflanzenvielfalt auf engem Raum ist von den jungen Landwirten durchaus gewollt. Denn sie begünstigt das gesunde Wachstum, die Bodenqualität und letztlich den Ertrag – und das ganz ohne Chemie. Der Dünger stammt aus der kleinen Farm unserer Schule. Holzschnitzel zum Mulchen verhindern, dass Unkraut auf der Fläche sprießt. Die Pflanzen werden zeitgleich gepflanzt und ziehen sich „gemeinsam“ groß. Sobald eine Kultur reif ist, wird geerntet. Die Ernterückstände bleiben als Mulch und Dünger im Beet. Die Bäume werden regelmäßig beschnitten. Die verbleibenden Pflanzen im Beet bekommen so wieder mehr Licht und Platz zum Wachsen.

Die besondere Anbaumethode, die dynamische Agroforstwirtschaft, ist nachhaltig und umweltverträglich, weil auf Pestizide und Düngemittel komplett verzichten werden kann. Agroforst ist damit eine der wichtigsten Möglichkeiten, den Klimawandel in den Griff zu bekommen und zugleich die Fruchtbarkeit der Böden zu steigern.

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Daniel Hoth

Daniel Hoth

Pressekontakt Pressesprecher // Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing +49(0)4354 999 405

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